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Tee & Philosophie

Die Spätnachmittagssonne bescheint den Bambus, die Quellen glucksen vor Entzücken, der Wind in den Kiefern tönt in unserem Teekessel wider. Lasst uns vom Vergänglichen träumen und bei der wundersamen Torheit der Dinge verweilen.

– Kakuzo Okakura, japanischer Philosoph, 1862-1913

Religiöse und philosophische Hintergründe des Teegenusses

Sie saßen und tranken am Teetisch und sprachen von Liebe viel. Die Herren, die waren ästhetisch, die Damen von zartem Gefühl.

– Heinrich Heine (1797 – 1856)

Lu Yu und das Chajing

Gott, ich danke Dir für den Tee! Was wäre die Welt ohne Tee! Wie hätte sie bestehen können? Nein, sie könnte es nicht, ich kann es auch nicht. Dem Himmel sei Dank, daß ich erst geboren wurde, als man schon mit dem Teetrinken angefangen hatte.

– Sydney Smith (1771-1845), britischer Schriftsteller und Pfarrer

Teedichtung

Tut Dir was weh, trink 'ne Tasse Tee. Bleiben die Schmerzen, dann kommt es vom Herzen. Und Du wirst nur gesund, mit 'nem lachenden Mund.

– Achim Schmidtmann

Der Teeduft schmeichelt den Sinnen auf gefälligste Weise und erfüllt die Seele mit Heiterkeit, und nur ein holländischer Käsehändler, der für nichts enthusiasmisiert ist, als für den Geruch seines Edamer und seiner Heringsschwänze, kann ohne Begeisterung diese Teeluft genießen.

– Baron Eugen van Vaerst

Das Teehaus

Tee-Keramik

Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.

– Theodor Fontane (1819-1898)

Ob ich morgen leben werde, weiß ich freilich nicht. Aber dass ich, wenn ich morgen lebe, Tee trinken werde, weiß ich gewiss.

– Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)

Teegenuss außerhalb Asiens

Tee ist besser als Wein, denn man trinkt ihn ohne Rausch.

– Tschung Mung (560 n. Chr.)

Man trinkt den Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen.

– T'ien Yiheng, chinesischer Gelehrter

Das Wasser

Tee zarte Knospen duftende Blätter 
Gefährte der Poeten Heißgeliebter der Einsiedler
Geschirr aus milchweißer Jade Serviette aus rotem Sarsenett
tief bernsteinfarbenes Gebräu
Befreiung von pedantischem Formalismus
vertreibt den berauschenden Dunst des Weines
des Abends passt er gut zu schimmerndem Mondschein,
in der Morgendämmerung zum karmesinroten Wolkenhimmel
überbrückt die Kluft zwischen uns und den Generationen von einst

– Yüan Wei-Chih (chin. Dichter in der Tang-Dynastie)

Quellen:

Wang Ling: Die Chinesische Teekultur. Beijing, 2002.
Adrian, Temming, Vollers: Das Teebuch. Geschichte und Geschichten. Anbau, Herstellung und Rezepte. München, 1983.
Guo Danying, Wang Jianrong: Old Tea Service Classic. Beijing, 2007.
Kakuzo Okakura: Das Buch vom Tee. Wiesbaden, 1952.