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Japanischer Tee nach Fukushima

Japanischer Tee nach der Atomkatastrophe von Fukushima

Aufgrund der brisanten Situation seit der Atomkatastrophe 2011 in Fukushima kommen natürlich auch dem Teetrinker Zweifel, ob sie japanischen Grünen Tee bedenkenlos genießen können. Die zur Zeit auf dem Markt befindliche Ware stammt zum Teil noch aus der Ernte 2010 und ist damit nicht belastet mit Strahlen. Großhändler geben gern Auskunft über das Datum der Ernte.

Grundlegend sei gesagt, dass Ware aus Japan insofern unbedenklich ist, da sie auf ihrem Weg in den Einzelhandel mehrfach kontrolliert wird. Seit März 2011 sind die Einfuhrbestimmungen für Ware aus Japan von der Europäischen Kommission enorm verschärft worden. Laut Verordnung 351/2011 vom 13. April 2011 sind strengere und einheitlich geltende Regeln zu Grenzwerten der maximalen Belastung mit Strahlung festgelegt worden. Außerdem müssen Lieferungen aus Japan den europäischen Außenkontrollstellen gemeldet werden, die Ware muss von einem Gesundheitszeugnis begleitet werden, das Herkunftsgebiet muss angegeben sein und auch auf dem Transportweg darf die Ware nicht radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden sein. Die deutsche Überwachungsbehörde prüft die Ware stichprobenartig auf Belastung. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass im Lebensmittelhandel, also auch im Bereich Tee, keine verunreinigte Ware angeboten werden kann. Dennoch wird Tee aus Japan in nächster Zeit rar. Einige Plantagen müssen ihre Produktion einstellen, da die Blätter radioaktiv belastet sind. Alternativen sind in Sicht. So werden japanischen Teesorten wie zum Beispiel der bekannte Gyokuro in China in vergleichbarer Qualität produziert. Dieser wird dann unter der Bezeichnung „China Gyokuro Type“ auf dem Markt zu finden sein.

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