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Bubble Tea

Ganz klar eine Erfindung der Asiaten. Den Ursprung nimmt diese Art, Tee zu trinken, in Taiwan vor ca. 26 Jahren. Man wollte Kindern den Tee schmackhafter machen und mischte dem Grünen oder Schwarzen Tee süße Kugeln bei. Traditionell werden die Kugeln aus Tapioka hergestellt. Tapioka ist das Mehl der Maniok-Wurzel, welche in Asien, Afrika und Südamerika als sogenannte Tropenkartoffel dient. Sie liefert Stärke, Eiweiß und Calcium. Für den Bubble Tea oder auch Perlentee wird das Tapioka mit Ahornsirup zu einem Brei verrührt und zu Kugeln geformt. Diese werden für ungefähr 30 Minuten in kochendes Wasser gegeben bis sie bissfest sind. Während des Kochens verfärben sich die Tapiokaperlen dunkel, da der Zucker durch die Wärmeeinwirkung karamellisiert. Die fertigen Perlen können nach Wunsch noch für ca. 10 Minuten in Sirup eingelegt werden, damit sie einen süßen Geschmack bekommen. Neuer auf dem Bubble Tea-Markt sind die Popping Bobas. Das sind Perlen, die mit Fruchtsaft oder Sirup gefüllt sind. Beim darauf Beißen zerplatzen sie und geben das Innere frei. Die Herstellung der Popping Bobas basiert auf dem Prinzip der molekularen Küche. Dazu wird in einem Gefäß der Fruchtsaft mit dem Tapioka angerührt und in eine Pipette aufgezogen. In einem zweiten Gefäß vermischt man Calciumchlorid mit Wasser. Nun tropft man in diese Calciumchlorid-Lösung das Fruchtsaftgemisch und sofort nach dem Kontakt kristallisiert schlagartig eine Schicht der Calciumchlorid-Lösung um den Fruchtsafttropfen aus. Fertig sind die Popping Bobas. Auch Kokosfruchtfleisch kann in Sirup eingelegt oder mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden, um dann im Bubble Tea als süße, bunte Komponente zum Einsatz zu kommen.

Bubble Tea wird heute vor allem in Form von Milchtee, Frappé mit Milch und Crash-Ice oder Eistee getrunken. Durch Fruchtpulver oder Fruchtsaftkonzentrat werden die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen erzielt. Der Kreativität in Sachen Zusammensetzung sind keine Grenzen gesetzt. Tee, Sirup, Saft und verschiedenste Perlen-Varianten lassen sich zu immer wieder neuen Kreationen zusammenfügen.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch. Aufgrund des hohen Zuckergehaltes sind die Bubble Teas besser nicht als alltägliches Getränk zu sehen. Lieber als lustiges Geschmackserlebnis zwischendurch.

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