Indien produziert über eine Million Tonnen Tee pro Jahr und ist damit der zweitgrößte Teeproduzent weltweit. Etwa 10.000 Tonnen davon werden nach Deutschland exportiert – damit ist Indien auch für uns einer der wichtigsten Teehandelspartner.
Indien ist mit etwas mehr als einer Millionen Tonnen Tee jährlich Nummer zwei der weltgrößten Teeländer. Davon werden ca. 10000 Tonnen nach Deutschland importiert, somit ist Indien für uns der zweitwichtigste Handelspartner, wenn es um Tee geht.
Wann begann der Teeanbau in Indien und welche Rolle spielte England beim Teeanbau?
Vom Kaffee zum Tee. Im Vergleich zu China und Japan ist Indien ein junges Teeanbaugebiet: Erst im 19. Jahrhundert wurde Tee hier erfolgreich kultiviert. Zuvor war das Land vor allem für seinen Kaffee bekannt. Um unabhängig von chinesischem Tee zu werden, schmuggelten britische Wissenschaftler Teesamen nach Kalkutta.
1834 gelang es, daraus Stecklinge zu ziehen. Kurz darauf entdeckte der Abenteurer Robert Bruce im Regenwald von Assam eine bis dahin unbekannte Teepflanze: Thea Assamica.
Was macht Assam-Tee besonders?
Die Thea Assamica kann unbehandelt bis zu 20 Meter hoch werden – lange wurde sie deshalb übersehen. Robert Bruces Bruder, Charles Bruces, kultivierte sie erfolgreich mit chinesischen Teebauern. Bereits 1837 wurde die erste Ernte als Rarität nach England exportiert.
Es wurde die “Assam Tea Company“ gegründet und zahlreiche Teeplantagen um den bis dahin unscheinbaren Ort Dibroogarh angelegt. Der kräftige, malzig-würzige Assam-Tee verdrängte schließlich die chinesischen Tees vom britischen Markt.
Was unterscheidet First Flush, Second Flush und Autumnal?
Darjeeling liegt an den Südhängen des Himalaya auf etwa 2.000 Metern Höhe. Durch die Höhenlage wächst der Tee langsamer, was zu besonders feinen Aromen führt. Der „First Flush“ (Frühlingstee) ist die erste Ernte nach dem Winter – zart, blumig und elegant. Der kurzfermentierte schwarze Tee überzeugt mit seinem zart-blumigen Aroma.
Ab Mitte Mai findet dann die zweite Pflückung statt und die länger fermentierten und gehaltvolleren, leicht nussigen Second Flush Sorten bzw. Sommertees werden geerntet. Die Herbsttees, auch Autumnals bezeichnet, werden ab Oktober geerntet und sind nicht ganz so kräftig wie der Second Flush.
Was ist Masala Chai?
In Indien ist Tee heute ein Alltagsgetränk, wird jedoch in einer viel würzigeren Variante genossen – vor allem in Form von Masala Chai. Schwarzer Tee wird mit einer würzigen Mischung aus Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Zimt und Nelken sowie Milch und Zucker gekocht.
Der Masala Chai wärmt, beruhigt und macht gleichzeitig wach. Dabei gibt es kein festgelegtes Rezept, sondern jede Region Indiens, jede Familie hat ihr eigenes den Chai zuzubereiten. Vor allem steht der Chai in Indien für Gastfreundschaft und soll dem Gast Wärme und Geborgenheit vermitteln.