Kabusecha Miyazaki
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Produktinformationen "Kabusecha Miyazaki"
Beschatteter japanischer Grüntee mit tiefgrünem Blatt. Blumig-frischer Duft, vollmundig mit milder Süße und feinem Umami.
Eigenschaften auf einen Blick
- Kategorie: japanischer Grüntee, beschattet (Kabusecha), sortenrein, lose
- Herkunft: Präfektur Miyazaki auf der Insel Kyushu
- Blattbild: tiefgrünes, gleichmäßiges Blatt
- Duft: blumig-frisch
- Geschmack: vollmundig, mit Frucht, milder Süße und feinem Umami
- Bitterkeit: gering, auch bei längerer Ziehzeit
- Aromatisierung: keine, naturbelassen
- Koffein: enthält von Natur aus Koffein (Teein)
- Verwendung: pur als Heißaufguss, auch kalt
Produktbeschreibung
Der Kabusecha Miyazaki gehört zu den beschatteten japanischen Grüntees. Vor der Ernte werden die Sträucher für eine begrenzte Zeit abgedeckt – das ist der gesamte Unterschied zum offen gewachsenen Sencha, und er hat spürbare Folgen. Unter reduziertem Licht verschiebt die Pflanze ihren Stoffwechsel: Sie lagert mehr Aminosäuren ein und bildet weniger Catechine. Aminosäuren stehen für Süße und Umami, Catechine für Adstringenz und Bitterkeit.
Genau dieses Verhältnis prägt den Kabusecha Miyazaki. Der Duft ist blumig-frisch, die Tasse vollmundig, mit einer fruchtigen Kontur, milder Süße und einem feinen Umami-Ton. Weil weniger Catechine im Blatt stecken, bleibt der Aufguss selbst dann noch trinkbar, wenn er länger gezogen hat als geplant – bei einem klassischen Sencha wäre er an dieser Stelle bereits deutlich herb. Das tiefgrüne Blatt ist ebenfalls eine Folge der Beschattung: Weniger Licht bedeutet mehr Chlorophyll.
Im Teeladen Leipzig gehört der Kabusecha Miyazaki zu den japanischen Grüntees, die offen und lose abgewogen werden – die dunkle Blattfarbe unterscheidet ihn schon im trockenen Zustand sichtbar von unbeschatteten Tees. Wer nicht ins Ladengeschäft nach Leipzig kommt, bestellt ihn hier im Onlineshop. Beraten wird zum Japantee-Sortiment auch telefonisch und per E-Mail.
Herkunft & Anbaugebiet
Der Tee stammt aus der Präfektur Miyazaki im Osten der südjapanischen Insel Kyushu.
- Miyazaki gehört zu den bedeutenden Teeregionen Japans, bleibt im europäischen Handel aber deutlich weniger präsent als Shizuoka oder Uji.
- Die südliche Lage bringt ein mildes Klima mit früher Vegetationsentwicklung und mehreren Pflückungen im Jahr.
- Beschattet wird mit Netzen oder Matten über den Teereihen. Die Dauer liegt zwischen dem kurz beschatteten Sencha-Anbau und dem lang abgedeckten Gyokuro – daraus ergibt sich die Einordnung als Kabusecha.
- Wie alle japanischen Grüntees wird auch dieser nach der Ernte gedämpft. Das stoppt die Oxidation und hält die grüne Farbe.
- Anbaulagen und Erntejahrgänge können wechseln. Verbindlich sind die Angaben auf der Verpackung.
Zubereitung
Beschattete Tees geben ihre Süße nur bei zurückhaltender Temperatur frei. Kochendes Wasser würde die Aminosäuren überdecken und stattdessen die Gerbstoffe hervorholen – das Wasser deshalb aufkochen und deutlich abkühlen lassen.
- Wasser: etwa 60 bis 70 °C
- Menge: rund 10 g pro Liter, das entspricht etwa einem Teelöffel pro Tasse
- Ziehzeit: ein bis zwei Minuten
- Wer Umami und Süße betonen möchte, bleibt am unteren Ende der Temperaturspanne; für mehr Frische etwas wärmer aufgießen
- Die Ziehzeit ist unkritischer als bei unbeschatteten Grüntees – der Aufguss entwickelt auch länger gezogen kaum Bitterstoffe
- Aufgüsse: zwei bis drei Aufgüsse sind möglich; die Folgeaufgüsse kürzer ziehen lassen und das Blatt zwischendurch nicht im Wasser stehen lassen
- Cold Brew: das Blatt mit kaltem Wasser ansetzen und 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, danach abseihen – beschattete Tees eignen sich dafür besonders gut, weil die Süße kalt klar hervortritt
- Lagerung: kühl, trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen, getrennt von stark riechenden Lebensmitteln
Zutaten
- Grüner Tee
- Allergene: Der Tee besteht ausschließlich aus grünem Tee und enthält keine kennzeichnungspflichtigen Allergene. Verbindlich ist die Angabe auf der Verpackung.
Mehr Informationen findest du im Ratgeber Japanischer und chinesischer grüner Tee.
Alle weiteren Sorten findest du in der Kategorie Grüner Tee.
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Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Der Teeladen Leipzig, Kertscher & Hämmerling GbR, Richard-Wagner-Straße 10, 04109 Leipzig, post@der-teeladen-leipzig.de, 0341/99990041
Häufige Fragen zum Kabusecha Miyazaki
Was bedeutet Kabusecha beim Kabusecha Miyazaki?
Kabusecha bezeichnet einen Grüntee, dessen Sträucher vor der Ernte abgedeckt werden. Unter reduziertem Licht lagert die Pflanze mehr Aminosäuren ein und bildet weniger Catechine – das erklärt Süße und Umami auf der einen, die geringe Bitterkeit auf der anderen Seite.
Was unterscheidet den Kabusecha Miyazaki von einem Sencha?
Die Beschattung. Sencha wächst unter freiem Himmel, Kabusecha unter Netzen. Daraus folgen das dunklere Blatt, der vollere Geschmack und die geringere Adstringenz. Beim Gyokuro dauert die Beschattung noch länger.
Welche Wassertemperatur und Ziehzeit sind für den Kabusecha Miyazaki ideal?
Etwa 60 bis 70 °C und ein bis zwei Minuten. Das Wasser aufkochen und deutlich abkühlen lassen. Am unteren Ende der Spanne treten Süße und Umami stärker hervor, etwas wärmer wird der Aufguss frischer.
Warum wird der Kabusecha Miyazaki auch bei längerer Ziehzeit kaum bitter?
Weil die Beschattung die Bildung von Catechinen bremst – und genau diese Gerbstoffe sind es, die einen zu lange gezogenen Grüntee herb machen. Der Aufguss bleibt dadurch nachsichtiger als ein unbeschatteter Tee.
Enthält der Kabusecha Miyazaki Koffein?
Ja. Er stammt von der Teepflanze und enthält von Natur aus Koffein, im Tee auch Teein genannt.
Lässt sich der Kabusecha Miyazaki mehrfach aufgießen?
Ja, zwei bis drei Aufgüsse sind möglich. Die Folgeaufgüsse kürzer ziehen lassen und das Blatt zwischendurch nicht im Wasser stehen lassen.