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Gyokuro Asahi

Produktinformationen "Gyokuro Asahi"

Japanischer Schattentee mit dunkelgrünen, zu Nadeln gerollten Blättern. Ausgeprägtes Umami, feine Süße, Note von Seegras.

Eigenschaften auf einen Blick

  • Kategorie: japanischer Grüntee, Schattentee (Gyokuro), sortenrein, lose
  • Anbauweise: mehrwöchige Beschattung vor der Ernte
  • Pflückung: überwiegend die zartesten jungen Blätter der ersten Ernte
  • Blattbild: glänzende, zu feinen Nadeln gerollte Blätter in intensivem Dunkelgrün
  • Geschmack: ausgeprägtes Umami mit charakteristischer Süße, dazu eine Note von Seegras
  • Aufguss: kräftig im Aroma, mit einem Hauch Süße
  • Aromatisierung: keine, naturbelassen
  • Koffein: enthält von Natur aus Koffein (Teein)
  • Verwendung: pur als Heißaufguss, in kleinen Mengen und niedriger Temperatur

Produktbeschreibung

Gyokuro bedeutet wörtlich Juwelentau oder Jadetropfen, und Asahi steht im Japanischen für Morgensonne. Was den Gyokuro Asahi von anderen japanischen Grüntees trennt, ist allerdings kein Name, sondern das Fehlen genau dieser Sonne: Die Teepflanzen werden in den letzten Wochen vor der Ernte abgedeckt. Diese Beschattung dauert deutlich länger als beim Kabusecha und macht den Unterschied zwischen einem guten Grüntee und einem Schattentee aus.

Der Grund liegt im Stoffwechsel der Pflanze. Unter Sonneneinstrahlung wird die Aminosäure L-Theanin nach und nach in Catechine umgewandelt – jene Gerbstoffe, die einem Grüntee seine herbe Kante geben. Bleibt das Licht aus, unterbleibt diese Umwandlung zu großen Teilen, und der Anteil an Aminosäuren im Blatt bleibt hoch. Genau daher stammt beim Gyokuro Asahi das ausgeprägte Umami, jene volle, leicht brühige Geschmacksrichtung, die den Schattentee prägt, begleitet von einer natürlichen Süße und einer Note, die an Seegras erinnert.

Auch die Verarbeitung folgt diesem Anspruch: Die Blätter werden nach der Ernte gedämpft, um die Oxidation zu stoppen, und anschließend über Stunden unter Wärme in Handarbeit gerollt. Das Ergebnis sind glänzende, nadelfeine Blätter in intensivem Dunkelgrün. Im Teeladen Leipzig gehört der Gyokuro Asahi zu den japanischen Grüntees, die offen und lose abgewogen werden – wer nicht ins Ladengeschäft nach Leipzig kommt, bestellt ihn hier im Onlineshop. Beraten wird zum Japantee-Sortiment auch telefonisch und per E-Mail; bei einem Schattentee lohnt sich das Gespräch, weil die Zubereitung deutlich von der eines Sencha abweicht.

Herkunft & Anbaugebiet

Gyokuro ist eine japanische Spezialität und steht dort für die aufwendigste Art, Grüntee zu erzeugen.

  • Beschattet wird mit Netzen oder Matten über den Teereihen. Beim Gyokuro dauert das mehrere Wochen – beim Kabusecha nur wenige Tage bis gut eine Woche, beim Sencha gar nicht.
  • Je länger die Abdeckung, desto dunkler das Blatt: Unter Lichtmangel bildet die Pflanze mehr Chlorophyll, um die verbleibende Helligkeit zu nutzen.
  • Verwendet werden überwiegend die zartesten jungen Blätter der ersten Pflückung des Jahres.
  • Nach dem Dämpfen wird über Stunden gerollt. Dieser lange, wärmegeführte Rollvorgang formt die typische Nadel und ist der arbeitsintensivste Schritt der Herstellung.
  • Anbaulagen und Erntejahrgänge können wechseln. Verbindlich sind die Angaben auf der Verpackung.

Zubereitung

Der Gyokuro Asahi wird anders zubereitet als jeder andere Grüntee im Sortiment: mit auffallend niedriger Temperatur und dafür langer Ziehzeit. Wer ihn wie einen Sencha behandelt, verliert genau das, wofür er steht.

  • Wasser: etwa 50 bis 60 °C – aufkochen und deutlich abkühlen lassen, notfalls mit einem Thermometer prüfen
  • Menge: etwas höher dosieren als bei Sencha, rund ein gehäufter Teelöffel pro Tasse
  • Ziehzeit: drei bis vier Minuten
  • Aufgüsse: zwei bis drei Aufgüsse, dabei die Ziehzeit von Aufguss zu Aufguss etwas verlängern
  • Serviert wird traditionell in kleinen Schalen – der Aufguss ist konzentriert und wird in wenigen Schlucken getrunken
  • Zu heißes Wasser holt die Gerbstoffe nach vorn und überdeckt Umami und Süße; das lässt sich nachträglich nicht korrigieren
  • Cold Brew: das Blatt mit kaltem Wasser ansetzen und mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen lassen – bei Schattentees eine verbreitete Zubereitung, weil die Süße kalt besonders klar hervortritt
  • Lagerung: kühl, trocken, lichtgeschützt und gut verschlossen, getrennt von stark riechenden Lebensmitteln

Zutaten

  • Grüner Tee
  • Allergene: Der Tee besteht ausschließlich aus grünem Tee und enthält keine kennzeichnungspflichtigen Allergene. Verbindlich ist die Angabe auf der Verpackung.

Mehr Informationen findest du im Ratgeber Japanischer und chinesischer grüner Tee.

Alle weiteren Sorten findest du in der Kategorie Grüner Tee.

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Dethlefsen & Balk GmbH

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Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer: Der Teeladen Leipzig, Kertscher & Hämmerling GbR, Richard-Wagner-Straße 10, 04109 Leipzig, post@der-teeladen-leipzig.de, 0341/99990041

Häufige Fragen zum Gyokuro Asahi

Was bedeutet der Name Gyokuro Asahi?

Gyokuro heißt wörtlich Juwelentau oder Jadetropfen und bezeichnet in Japan die Kategorie der Schattentees. Asahi bedeutet Morgensonne. Der erste Namensteil steht also für die Machart, der zweite für die Sortenbezeichnung.

Wie lange wird der Gyokuro Asahi beschattet – und was bringt das?

Mehrere Wochen vor der Ernte, deutlich länger als bei einem Kabusecha und ganz im Gegensatz zum unbeschatteten Sencha. Ohne Sonnenlicht wandelt die Pflanze weniger L-Theanin in Catechine um. Der hohe Aminosäureanteil ist die Grundlage für Umami und Süße, der geringere Gerbstoffanteil für die fehlende Herbe.

Welche Wassertemperatur und Ziehzeit sind für den Gyokuro Asahi ideal?

Etwa 50 bis 60 °C und drei bis vier Minuten. Diese Kombination aus sehr niedriger Temperatur und langer Ziehzeit ist typisch für Schattentees und weicht deutlich von der Zubereitung eines Sencha ab.

Warum wird der Gyokuro Asahi so kühl aufgegossen?

Weil Aminosäuren sich bereits bei niedriger Temperatur lösen, Gerbstoffe dagegen erst bei höherer. Kühles Wasser holt damit gezielt Umami und Süße heraus und lässt die Herbe im Blatt zurück.

Enthält der Gyokuro Asahi Koffein?

Ja. Er stammt von der Teepflanze und enthält von Natur aus Koffein, im Tee auch Teein genannt. Beschattete Tees aus jungen Blättern zählen dabei eher zu den koffeinreicheren Grüntees.

Lässt sich der Gyokuro Asahi mehrfach aufgießen?

Ja, zwei bis drei Aufgüsse sind üblich. Anders als bei vielen anderen Tees wird die Ziehzeit dabei von Aufguss zu Aufguss etwas verlängert statt verkürzt.