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Welche Legende steckt hinter der Entdeckung des Tees?

Der Ursprung des Tees liegt einer alten chinesischen Legende zufolge beim Kaiser Shénnóng (ca. 2700 v. Chr.). Während einer Rast unter einem Baum soll der Wind einige Blätter in sein kochendes Wasser geweht haben. 

Der angenehme Duft, die hellgrüne Farbe und der belebende Geschmack überzeugten den Kaiser – der Tee war geboren. Historisch belegt ist, dass Tee aus Yunnan bereits im 11. Jahrhundert v. Chr. als wertvolles Geschenk an chinesische Herrscher überreicht wurde. Die Provinz Yunnan gilt bis heute als ursprüngliche Heimat der Teepflanze Camellia sinensis.

Wann wurde Tee zum festen Bestandteil der chinesischen Kultur? 

Bereits in der Zhou-Dynastie (1045–256 v. Chr.) wurde Tee erwähnt, zunächst als „bitteres Kraut“ (tú). Erst im 8. Jahrhundert setzte sich das bis heute gültige Schriftzeichen 茶 (chá) durch. Spätestens in der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) war Tee ein fester Bestandteil gesellschaftlicher und religiöser Rituale. Bei Festen und Zeremonien wurde Tee feierlich serviert, Klöster erhielten edles Teegeschirr vom Kaiserhof. Die ersten Teehäuser entstanden.

Wer war Lu Yü – und was machte ihn zum Patron des Tees?

Der Weise Lu Yü (ca. 733–804) gilt als „Schutzpatron des Tees“ in China. Aufgewachsen bei buddhistischen Mönchen, schrieb er das erste umfassende Werk über Tee: das Chájīng (Das Buch vom Tee). Er widmete sich über Jahre hinweg dem Anbau, der Zubereitung und der Philosophie des Teegenusses. Das Chájīng gilt als allererstes Teebuch, welches die Leser*innen in das Reich der Sinne entführen und ihnen die Welt des Tees erschließen sollte. Sein Werk prägte die chinesische Teekultur über Jahrhunderte.

Wie Entstand die Teekultur in China? 

Zur Entstehung der Teekultur gibt es viele Überlieferungen, doch sicher ist, dass die Methoden des Anbaus und die Verarbeitung des Tees von den buddhistischen Mönchen in ihren Klöstern permanent verfeinert wurden. Weiterhin produzierten sie unterschiedliche Arten von weißem, grünem und Oolong Tee. Bei einem Aufenthalt in Klöstern, welche oftmals soziales und kulturelles Zentrum waren, erlernten verschiedenste Menschen den Brauch des Teetrinkens. 

Von 618 bis 907 n. Chr., während der Tang-Dynastie, wurde im zeremoniellen Rahmen zu unterschiedlichsten Festen und Anlässen Tee getrunken. Zu solchen besonderen Anlässen wurden die Klöster mit edlem Teegeschirr durch den kaiserlichen Hof beschenkt. Von Südchina bis in den Norden des Landes verbreitete sich der Brauch des Teetrinkens und durch Seeleute, Bankiers und Händler, die sich während des Goldenen Zeitalters in China befanden, breiteten sich die Sitten des Teetrinkens auch in anderen Ländern aus. 

Im Jahr 960 kam die Song-Dynastie nach dem Zusammenbruch der Tang-Dynastie an die Macht. Dadurch entwickelten sich neue Formen der Teekultur. Die moderne Form des Teegenusses wurde ein einem neuen Teebuch aufgezählt, welches von dem Beamten Cai Xiang (1012-1067) verfasst wurde. Die Zubereitung von pulverisiertem Tee mittels Bambusbesen in einer Schale wurde zu dieser Zeit beschrieben — eine Methode, die auch später zur japanischen Teezeremonie führte. Die ersten Teehäuser bildeten sich während der Hochzeit der Song-Dynastie von 1100-1126. 

Wie entwickelte sich die chinesische Teekultur weiter? 

Nach der Mongolenherrschaft erlebte Tee in der Ming-Dynastie (1368–1644) eine neue Blüte. Statt gepresstem oder pulverisiertem Tee bevorzugte man nun lose Blatttees. Die klassische Zubereitung mit dem Gaiwan – einer Schale mit Deckel – wurde zum Standard. Grüner Tee wurde zum beliebtesten Alltagsgetränk, während im 16. Jahrhundert durch Fermentation erstmals Schwarzer Tee (hongcha) entstand – eine Innovation, die den Grundstein für den Export nach Europa legte. 

Welche Teesorten entstanden in China? 

Neben grünem und schwarzem Tee entwickelten sich in den taoistischen und buddhistischen Niederlassungen auch neue Sorten wie Oolong und Pekoe. Diese fanden ab dem 18. Jahrhundert zunehmend den Weg nach Europa und prägten die weltweite Teekultur. Die Zubereitung geschlagenen Tees – typisch für die Song-Zeit – blieb hingegen vor allem in Japan erhalten.